Dynamisches Phasenmodell

 

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Dynamisches Phasenmodell

Fünf Phasen

Das dynamische Phasenmodell für die Gestaltung von Lehrnarrangements  besteht aus fünf in ihrer Position festgelegten und in ihrer Ausdehnung variablen Phasen:
- In Lehrnarrangements einsteigen: Aktivierung (Phase 1), Orientierung und Annäherung (Phase 2)
- In Lehrnarrangements handeln: Aneignung (Phase 3), Dokumentation und Präsentation (Phase 4)
- Aus Lehrnarrangements aussteigen: Transfer und Reflexion (Phase 5)
Die Übergänge zwischen diesen Phasen sind fließend. Sie können innerhalb einer Lehrnsequenz oder auch in längeren Abständen durchlaufen werden.

Dramaturgie des Unterrichts

Lernen in Lehrnarrangements bedeutet gleichzeitig etwas für sich lernen und etwas miteinander lernen. Die/der Lernbegleiter*in plant das Lerngeschehen wie ein/e Drehbuchautor*in. Diese Dramaturgie des Unterrichts wird dabei so gestaltet, dass die Lerner*innen durch den Einsatz passgenauer Methoden im Unterricht möglichst aktiv und selbstgesteuert handeln können. Dafür ist der kontinuierliche Dialog zwischen allen am Lernprozess Beteiligten unverzichtbar  (Ruf et al., 2007). Die/der Lernbegleiter*in plant, begleitet und steuert das Lerngeschehen im Dialog mit den einzelnen Lerner*innen und der ganzen Lerngruppe zugleich. Sie/er versteht sich selbst als Bestandteil der Lerngemeinschaft, bleibt also selbst Lernende*r und lässt auch die Lerner*innen lehren (Bernhart A. & Bernhart D., 2007; Wahl, 2005), behält aber aufgrund ihrer/seiner Rolle als „Regisseur*in“ die volle Verantwortung für das Lerngeschehen im Lernraum. Es gibt eine Fülle von mehr oder weniger bekannten Methoden, die erweiternde Möglichkeiten bieten, Lernangebote so zu arrangieren, dass möglichst viele der Lerner*innen aktiv in den Lernprozess miteinbezogen und hineingezogen werden und bleiben. (Bönsch & Kaiser, 2006; Brenner, G. & Brenner, K., 2005; Christian, 2003; Hepting, 2008; Hugenschmidt & Technau, 2005; Klein, 2002; Klippert, 2002; Thömmes, 2007, 2014, 2016). Feedback und Reflexion in allen Phasen bilden den „Stützapparat“ für eine solche Didaktik der Selbstermächtigung. (Bastian et al., 2007; Besser, 2004; Thömmes, 2006).

Methodenmosaik

Man kann diese Methoden wie Mosaiksteine betrachten, die zu immer neuen "Puzzlebildern" (Lehrnarrangements) so zusammengesetzt werden, dass Lernen angeregt und unterstützt wird. Dadurch ergeben sich Möglichkeiten der motivationsfördernden Abwechslung zwischen der gemeinsamen Vermittlung, der dialogischen Auseinandersetzung und der individuellen Aneignung von Lerninhalten, was insgesamt zu besseren Lernergebnissen bei den einzelnen Lerner*innen führt.

Der Bereich "Methoden und Materialien" stellt eine Fülle von methodisch-didaktisch aufbereiteten Angeboten für den Einsatz in gestalteten Lehrnarrangements zur Verfügung.